Zum 1. Advent

Ich zünde die erste Adventskerze an. Eben noch war es um mich her völlig dunkel. Ich lerne zu sehen.

Ich betrachte das Licht, neugierig und aufmerksam. Viel Zeit nehme ich mir dafür. Alles Unwichtige liegt im Dunkeln. Ich lerne zu sehen, was wichtig ist und gut. Ich konzentriere mich auf eine Sache.

Ich wünsche mir, dass ich offene Augen bekomme für das Weihnachtswunder. Vielleicht wird mir klar, was so ein kleines Licht, das in die Dunkelheit kommt, vermag. Vielleicht erfahre ich, dass es in der Lage ist, dauerhaft meine Wirklichkeit zu verändern.

Ich wünsche mir offene Augen, dass ich erkenne, wo überall in unserer Welt Licht die Dunkelheit erhellt. Ist in mir Dunkelheit, die auf ein Licht wartet? Wo bin ich selbst Licht, das andere froh macht? Wo gibt es Situationen, die geradezu nach Licht schreien?

Ich lerne zu sehen, und dabei muss nichts passieren, was auf den ersten Blick sichtbar ist. Es passiert etwas in mir. Ich erhalte offene Augen für eine andere Wirklichkeit. Es ist eine neue Art zu sehen, die ich bisher noch nicht kannte.

Ich zünde die erste Adventskerze an. Ich lerne zu sehen.

Mag. Christine Fleck-Bohaumilitzky

 


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